Meerwasseraufbereitung

Etwa 96 % des gesamten globalen Wassers ist als Salzwasser in den Ozeanen vorhanden. In Zeiten zunehmender Knappheit von Süßwasser wird die Nutzung des Meerwassers immer wichtiger.

Durch den Einsatz geeigneter Aufbereitungsmethoden wie z. B. Entsalzungstechnologien, kann das aufbereitete Meerwasser als Trinkwasser, aber auch für Abwasser, Dampf- und Strom­erzeugung und Oberflächenwasser verwendet werden.

Problem Kesselsteinbildung

Die Entsalzung von Meerwasser durch Umkehrosmose (RO) oder Membranfiltration ist im Allgemeinen mit einer Reihe bekannter Probleme verbunden.

Eines dieser Probleme ist die Kesselsteinbildung, die durch die Alkalinität (Kalziumhärte) des Meerwassers verursacht wird. Die Ablagerungen bestehen zumeist aus unlöslichen Kalziumsalzen wie Kalziumsulfat (CaSO4) und Kalziumkarbonat (CaCo3).

Sie können die Durchflussrate des Speisewassers durch die Rohre verringern, die Wärmeübertragungseffizienz von Wärmetauschern reduzieren und
die Produktivität von Membranen und thermischen Prozessen mindern.

Technische Lösungen

Derzeit sind die drei wichtigsten kommerziell verfügbaren Entsalzungstechnologien für großtechnische Anwendungen die mehrstufige Flash-Destillation (MSF), die Mehrstufen-Destillation (MED) und die Umkehrosmose (RO).

Diese Entsalzungstechnologien bieten jedoch in der Regel nur einen Wasserrückgewinnungsgrad von 40-55 %, was vor allem auf die oben genannten Kesselsteinprobleme zurückzuführen ist.

Um diesen Prozess so effizient wie möglich zu gestalten, ist eine präzise Überwachung und Reduzierung der Kalziumhärte (Alkalinität) entscheidend. Hierfür ist der Testomat® Pro Ca self clean ist das geeignete Überwachungsgerät.

 

Kalziumhärte von Meerwasser

Die Gesamtalkalität des Meerwassers schwankt zwischen 100 und 130 mg/l als CaCO3, mit einem Durchschnitt von 116 mg/l.

Kalziumhärte als CaCO3 (mg/l)
– Weich: 0-20
– Mäßig weich: 20-40
– Mäßig hart: 40-80
– Hart: 80-120
– Sehr hart: >120